Friesenwall

Friesenwall

Echt Nordisch: Die Natürliche Wahl.

Ursprünglich aus den Marschgebieten Nordfrieslands, wo es wenig Holz und keinerlei Steinbrüche gab, entstanden diese Begrenzungen für Haus und Hof mit Findlingen, die die Menschen auf den Feldern oder am Strand gefunden haben. Ein Friesenwall ist ein Trockenmauerwerk, das aus mehr oder minder runden Findlingen aufgeschichtet wird. Hierbei ist zu beachten, welche Seite des Steins gezeigt und welche verdeckt werden soll.  Klassische, echte Friesenwälle sind nicht verfugt, sondern aus den lose aufeinander gelegten Steinen gebaut. Sie schließen oben mit einer Erdschicht ab, die unterschiedlich bepflanzt werden können. Von Hundsrosen über Kräuter hin zu Stauden ist der Friesenwall vielseitig einsetzbar. Aufgrund ihres ästhetischen und ökologischen Werts sind diese Mauern mittlerweile über Friesland hinaus verbreitet. Sie sind aber aufgrund der Kunstfertigkeit, die dem Erbauer abverlangt wird auch relativ teuer und zeitaufwendig.

Friesenwälle sind im Regelfall beidseitig mit Steinen belegt, gelegentlich aber auch einseitig. Die bepflanzte Mauer ist eine eigene, kleine, ökologische Nische im Garten und bietet vielen Insekten, Vögeln und (eventuell) Eidechsen, wie beispielsweise der harmlosen aber bedrohten Blindschleiche, einen Lebensraum. Ein Friesenwall ist mehr als ein Sichtschutz oder eine Grundstücksbegrenzung.

In Irland dienten diese Trockenmauern als Weidebegrenzungen. Auch in Schweden und anderen Nordeuropäischen Ländern findet man diese Form der Begrenzung immer mal wieder in verschiedenen Gebieten. Eine moderne Form der Trockenmauer sind Gabionen.

Wie baue ich einen Friesenwall?

Zu erst sollte man Grundstücksgrenze und landesrechtliche Bestimmungen vor dem Bau einer solchen Trockenmauer genau kennen. Ein Friesenwall zieht seine Stabilität aus dem in sich gestapelten Gestein und benötigt viel Platz: Je Höher, desto breiter wird der Wall. Empfohlen wird im allgemeinen eine Mindestbreite von 50 cm. Der klassische Friesenwall ist hüfthoch und üppig bepflanzt. Zur Hilfe kann auch ein kleiner Bagger dienen, da die Steine auf Dauer schwer zu bewegen sind.

Eine Tragschicht dient als Fundament für das Trockenmauerwerk: 

1. Schachten Sie den Boden 20 bis 40 cm tief aus. In der Regel reicht ein verdichtetes Sandbett von etwa 20 Zentimetern mit einer Breite von 80 bis 100 Zentimetern, da der klassische Friesenwall ebenfalls 80 bis 100 Zentimeter hoch wird.

2. Bei besonders langen Mauern sollten Sie sich einen „Rahmen“ setzen. Mit Hilfe von Schnüren, die sie entlang der geplanten Außengrenze der Mauer spannen, verlieren sie nicht den Überblick über das Gesamtwerk.

Friesenwall Welle vor Friesenhaus
Friesenwall mit Hundsrosen Hain
Friesenwall selber gestalten
Friesenwall in der Breite

3. An den Außenseiten, auf beiden Seiten der Mauer, sollten zu Beginn besonders große und schwere Findlinge stehen. Die kleineren Findlinge finden so Stabilität im Inneren des Walls. In jeder Reihe sollte unbedingt in gewissen Abständen sogenannte Binder-Steine liegen, welche länger als die benachbarten Steine sein sollten. Sie funktionieren wie ein Balken und ragen in die Steinschicht hinein. So bekommt ihr Friesenwall Stabilität. Die Kunst ist es, die Steine so zu schichten, dass sie selbst bei schweren Erschütterungen nicht verrutschen können, sondern das Mauerwerk in sich ruht. Die Mitte des Walls kann als Beet dienen und niedriger gelegen zum Ende mit Mutterboden befüllt werden.

4. Bepflanzen Sie den Friesenwall ganz nach ihrem Geschmack. Genügsame Pflanzen können auch in den Zwischenräumen an den Seiten der Mauer gesetzt werden. 

Alle Materialien zum Bau eines Friesenwalls finden Sie natürlich bei uns. Rufen Sie uns gerne an oder kommen Sie uns im Natursteinpark Horn besuchen. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Mauerstein Nordland Findlinge

Material: Natursteine (unterschiedlich)

Herkunft:
Deutschland und Dänemark

 

Jütlandkiesel 60-90

Material: Natursteine (unterschiedlich)

Herkunft: Dänemark

Mauersand

Material: Sand (Naturstein)

Herkunft: Deutschland